Tafel 17: Warnblinkanlage F95

Die seit 1886 von der Schmalspurbahn überquerte F 95 erhielt in den 1930er Jahren eine Warnblinkanlage. Es war der einzig technisch gesicherte Überweg des Thumer Netzes. Trotz dieser Einrichtung beachtete 1936 ein Lkw-Fahrer das Warnlicht nicht und stieß mit einem aus Thum ausfahrenden Zug zusammen. Von 1961-1964 gab es 14 Zusammenstöße an diesem Bahnübergang. Die Verursacher waren meist einheimische Kraftfahrer, die ihre "Bimmelbahn" nicht ernst genommen hatten. Ende der 1950er/ Anfang der 1960er Jahre wurde die Anlage modernisiert und den damaligen Vorschriften der Straßenverkehrsordnung angepasst. Kurz nach Betriebseinstellung (28.05.1972) wurde die Anlage, die aus vier Blinkkreuzen bestand, abgebaut. Sie wurde anschließend in Niederschmiedeberg an der Preßnitztalbahn wiederverwendet.

Im Bereich hinter dem Bahnübergang lag bis 1906 die Haltestelle Thum. Sie war 1886 sehr beengt als Endstation der Zweigstrecke Oberherold – Thum errichtet worden. Es gab vier Gleise, neun Weichen, einen Güterschuppen, ein Dienstgebäude und einen Freiabtritt. Im Parterre des nebenanliegenden Postgebäudes bestand ab 1888 ein Bahnhofsrestaurant, in dem sich Reisende ohne Verzehrzwang aufhalten konnten. Mit dem Bau der Strecke von Geyer nach Thum wurde der Bahnhof 1906 unterhalb des Stadtparks verlegt.

 



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